Schallentsteheung

Ursachen der Geräuschentstehung und deren Beeinflussung - Brenner- und Verbrennungsgeräusche

 

Die im folgenden Abschnitt beschriebenen Geräuschursachen sind im Prinzip bei Öl- und Gasfeuerungen annähernd gleich.

 

a) Gebläsegeräusche:
Strömungsgeräusche haben bei Gebläsebrennern in der Regel einen wesentlichen Anteil an den Heizungsgeräuschen. Zusätzliche Geräusche können durch Drosseleinrichtungen und durch Unwucht, Lager- oder Schaufelschäden von Motor oder Gebläse auftreten.


b) Anfahrgeräusche:
Beim Anfahren der Heizungsanlage können z. B. durch ungünstige Abstimmung zwischen Brenner und Kessel gegenüber dem Dauerbetrieb um bis zu 10 dB höhere A-bewertete Schalldruckpegel der Verbrennungsgeräusche auftreten, die auf die plötzlich einsetzende Volumenexpansion des Brenn- und Abgases zurückzuführen sind.


c) Verbrennungsgeräusche:

  • Aerodynamische Geräusche, die durch turbulente Strömungsvorgänge bei der Vermischung von Brennluft und Brennstoff entstehen. Der Geräuschanteil weist über einen breiten Frequenzbereich weitgehend gleiche Schalldruckpegel auf.
  • Flammengeräusche als Folge der bei der Verbrennungsreaktion auftretenden kleinen explosionsartigen Volumenänderungen, bei denen vorwiegend tiefe Frequenzen pegelbestimmend sind.
  • Flammenerregte Hohlraumschwingungen, die durch Rückwirkung der Druckschwankungen im System Kessel/Abgasführung auf die Flamme erzeugt werden und durch tieffrequente Töne gekennzeichnet sind.

 

d) Körperschall:

Der Körperschall entsteht durch mechanische Schwingungen der Wärmeerzeugungsanlage und wird in festen Körpern, also Fundamenten, Wänden, Fußböden sowie in den Wandungen der Abgasanlage weitergeleitet. Er wird durch Abstrahlung von den Begrenzungsflächen in Luftschall umgewandelt und dadurch hörbar.



Bei Blockheizkraftwerken liegt die Lautstärke bei ca. 50 — 60 dB(A), was ungefähr so laut wie eine Waschmaschine ist. Eine Entkopplung per Gummimatten zum Boden und Gummileitungen zu den Rohren führt zu weniger Geräuschen. Problematischer ist jedoch nicht das BHKW selbst, sondern das Abgasrohr, in dem eine Druckvibration erzeugt wird. Die zu entkoppeln ist sehr schwierig.